Endlich zum Wiener Opernball!

 

Seit Jahren war es ein Traum von mir zum Wiener Opernball zu fahren. Vier Jahre habe ich mein Geburtstagsgeld für diesen Traum aufgehoben. All mein Bemühen eine Karte zu bekommen scheiterten. Ob per Post, Fax oder eMail; immer das Gleiche: "Der Wiener Opernball ist ausverkauft; wir setzen Sie auf die Warteliste."An dieser Stelle muß ich erwähnen : das Büro der Wienerstaatsoper hat garnichts mit dem Opernball zutun. Eine andere Organisation mietet für diesen zweck die Oper für 72 Stunden.

Im November 2011 hatte ich die Nase voll und habe mir einen Flug nach Wien gebucht. Mein Lieber, der kein Walzertänzer ist, wünschte mir viel Spaß. 

Am 13. Februar 2012 flog ich also nach Wien, um zu schauen, warum ich keine Karte bekomme. Immer Ausverkauft, das kann doch nicht sein!

In Wien angekommen gab es eine Überraschung nach der anderen. 

Zuerst frage ich einige Passanten in der Nähe des Opernhauses nach dem Opernball und wo es Karten zu kaufen gibt. Eine Wienerin meinte: "Nein, Karten sind immer ausverkauft." Sie wohne seit zwanzig Jahren um die Ecke und wäre auch noch nie da gewesen!

Die Nächste meinte: "Na da müssen Sie sich an den Lugner wenden, den Baulöwen, vielleicht haben Sie da Chancen."

Nach einer halben Stunde Fragerei sagte eine Passantin: "Gehen Sie einfach in die Kärntnergasse neben Wien-Swarowsky. Da gibt es Tickets!"

Zehn Minuten später stand ich im Ticketladen und innerhalb von 5 Minuten hätte ich 117 Karten für die Generalprobe am 15. Februar kaufen können (20,- bis 50,- €).

Für den Hauptball am 16. Februar gab es immerhin noch 39 Karten zu 1.000,- 27 zu 5.000,- und 49 Karten 10.000,- Euro. Ich sagte, dass ich nochmal überlegen würde und raus war ich. Draußen auf der Straße hielt ich mir den Kopf und wollte losschreien. Das konnte doch nicht wahr sein! Vier Jahre kontaktiere ich das Wiener-Opernballbüro um eine Karte zu erlangen und hier vor Ort kann man einfach eine Karte kaufen.

Ich war dann am 15. bei der Generalprobe und es war traumhaft. Auch wenn ich mein Opernballkleid nicht brauchte (auf die Generalprobe geht man in Straßenkleidung) und dort nicht tanzen konnte, so war es doch ein Erlebnis, das ich nicht vergessen werde.

Wäre es nicht so kalt gewesen (-10°) hätte ich am 16. noch den Stars am roten Teppich zugewunken. Stattdessen genoß ich bei Rotwein und Käse auf meinem Hotelbett die Fernsehübertragung des Hauptballs aus der Wiener Staatsoper.

Und wenn ich mal 1.000,- € zuviel habe, dann fliege ich hin und gehe im Abendkleid über den roten Teppich einfach rein...

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